Das Projekt

Das Projekt

 

Zeit: ab 24. Mai 2014 (am Vortag der Karlspreisverleihung) und den folgenden Tagen.

Ort: Aachener Innenstadt, an verschiedenen Plätzen

Objekt: Das mobile Oktogon – mit Texten. Mit lästigen Fragen.

Begleit-Produkt: 1.000 Münzen mit Karls Parole. Mit Hinweis auf diese Internetseite mit Informationen und Quellenangaben.

apemitdom

Das mobile Oktogon, auf einer Piaggio-Ape

 

Die achteckige Pfalzkapelle (Oktogon) ist heute das einzige vollständig erhaltene Bauwerk der gesamten Pfalzanlage, und der Kernbau des heutigen Aachen Doms. Und da Karl der Große hier seine letzte Ruhestätte fand, wurde die von ihm erbaute Pfalzkapelle auch sein Mausoleum. Aus: Ralph Leroy, „1200 Jahre Aachener Dom“, März 2000, Hrsg.: Verein zur Erhaltung des Hohen Doms zu Aachen e.V.

Ein steingewordenes Gebet.

zeichnungapemitdom

Karls „Templum“ war steinernes Zeichen seines Glaubens und tatsächlich mehr als nur ein repräsentativer Prachtbau. Oktogon und Sechzehneck unterlagen einer vorgegebenen Zahlensymbolik. Beider Proportionen wurden durch die vollkommene Zahl sechs und die Acht, dem Zahlzeichen der Auferstehung Christi und der Auferstehung der Toten, bestimmt. Solche Symbolik war in ihrer Bedeutung Karl bestens vertraut…

…Der Kirchenbau erweist sich als ein komplexes Zeichen. Acht Verse lobten den Herrn, der die Kirche errichtet hatte, acht Gnaden Gottes hatte Karl empfangen, indem er zu Königtum aufgestiegen…Acht Mühen führten nach dem zweiten Petrusbrief den Gläubigen zur Erkenntnis Jesu Christi und schützten vor Sünde: „im Glauben Tugend, in der Tugend Erkenntnis, in der Erkenntnis Mäßigung, in der Mäßigung Geduld, in der Geduld Frömmigkeit, in der Frömmigkeit Bruderliebe, in der Bruderliebe die Liebe“… Aus: Johannes Fried, „Karl der Große – Gewalt und Glaube“, Verlag C.H. Beck, München 2013

Apeaufbau

Wo aber blieb Karls Mäßigung? Wo aber blieb Karls Geduld? Wo aber blieb Karls Bruderliebe? In seinen Kriegszügen führte Karl in seinem Gefolge zahllose Bischöfe, Äbte, Priester sowie rechtgläubige und glaubenskundige Leute mit sich, damit sie das Sachsenvolk…mit heiliger Lehre dem Glauben an das sanfte und süße Joch Christ unterwürfen“. Zitat aus: Johannes Fried, „Karl der Große – Gewalt und Glaube“, Verlag C.H. Beck, München 2013

Die Unterworfenen wurden der kirchlichen Hierarchie unterstellt, die Karl in seinem gesamten Reich konsequent – von den Pfarrkirchen über die Bistümer zu den erzbischöflichen Kirchenprovinzen – mit unnachgiebiger Härte durchzusetzen verstand. Aus: Johannes Fried, „Ein dunkler Leuchtturm“, in Der Spiegel – Heft 3/2002

 

zu den Text Tafeln